Montag, 16. September 2013

Das oft unterschätzende Bewerbungsfoto

Bei der Jobsuche wird man mit zahlreichen Fragen konfrontiert: Wie soll mein Lebenslauf aussehen? Sind meine professionellen Qualifikationen gut betont? Und das Bewerbungsfoto darf man aber auch nicht vergessen. Wir leben in einer visuell dominierten Welt, so ist ein professionelles Bewerbungsfoto auch maßgeblich. Ein gutes Foto sagt oft mehr als der geschriebene Text, und es gibt einen ersten Eindruck über den Bewerber.


Das kleine Bild am oberen Ende des Lebenslaufs kann die Professionalität unterstreichen, aber im schlechtesten Fall auch zum Ausscheiden aus dem Bewerbungsverfahren führen. Aber was zählt als gutes Bewerbungsfoto? Wie macht man es richtig? Worauf muss man achten? Eigentlich sollten die beruflichen Qualifikationen zählen, nicht das Aussehen. Dennoch hat ein gutes Foto große Bedeutung, weil es dem Arbeitgeber zeigen kann, wie wichtig der Job für den Bewerber ist.

Natürlich gibt es keine Universalregel für das perfekte Bewerbungsfoto, aber wir haben einige wichtige Tipps gesammelt.

- Wirkung: Man soll darauf achten, dass man auf dem Foto professionell und sympathisch wirkt. Der Blick sollte aufgeschlossen und zuversichtlich sein. Daneben beeinflusst noch eine selbstbewusste Körperhaltung deutlich das Auftreten.

- Qualität: Die Qualität des Fotos ist entscheidend, also man soll überlegen, zu einem professionellen Fotograf zu gehen. Ein verpixelte, unscharfes oder gescanntes Foto ist nicht angemessen. Foto aus dem Urlaub, Party oder mit Smartphone im Wohnzimmer sind tabu. Die Farben im Hintergrund und die Bekleidung sind auch wichtig, grelle Farben sind zu vermeiden.

- Lächeln: Lächeln ist immer eine schwere Frage. Es ist wichtig, positiv zu wirken, aber besser nur dann lächeln, wenn man sich wohl fühlt. Am besten ist ein Foto machen zu lassen, wenn man gut gelaunt ist.

- Richtiges Styling: Man sollte eine Kleidung wählen, die man auch im Berufsalltag tragen würde. Eine zu weit geöffnete Bluse oder ein locker sitzendes Hemd sollte man schnell vergessen. Make-up und Schmuck soll dezent sein, frische Rasur und keine sichtbaren Piercings und Tattoos sind eine Selbstverständlichkeit. Ein professioneller Fotograf kann auch beraten, wie man am besten vor der Kamera aussieht, welche Farben zu jemand am besten passen. Der Fotograf korrigiert auch die Haltung und die Mimik.

- Format: Ein geeignetes Bildformat und Bildausschnitt sind ebenfalls wichtig. Die Abmessung 6 x 4,5 cm (Höhe x Breite) ist das gängigste Format. Man muss darauf achten, dass das Foto nicht zu klein, aber auch nicht in „Star-schnitt“-Größe aufgenommen wird.

- Schwarz/Weiß vs. Bunt: Die Schwarz-Weiß-Variante hinterlässt einen seriösen Eindruck und wirkt oft stärker. Es kann jemanden aus der Masse an Bewerbungen positiv hervorstechen lassen. Ein farbliches Foto wirkt hingegen natürlich und freundlich. Ein Foto in einem Sepia-Ton (bräunlicher Farbton) wird auch immer häufiger verwendet. Letztendlich bleibt es eine Geschmackssache.


Ein gutes Foto kann also die Chancen auf den Job erhöhen, aber man darf dabei nicht auf einen professionellen Lebenslauf und auf ein gutes Bewerbungsschreiben vergessen.  Das beste Bewerbungsfoto ist aber auch keine Anstellungsgarantie, am Ende entscheiden immer die fachlichen Qualifikationen.

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