Dienstag, 3. Dezember 2013

Vorstellungsgespräch - Verhalten Tipps

Früher haben wir schon darüber geschrieben, wie Sie sich gut und gründlich auf einem Vorstellungsgespräch vorbereiten können. Sehen wir jetzt durch, wie Sie sich bei dem Interview verhalten sollten, um nach dem Gespräch den gewünschten Job zu bekommen.


Wahrscheinlich kennen Sie schon das Gefühl: Sie schicken hunderte Bewerbungen für Firmen, blicken das Handy in allen fünften Minuten an und warten. Plötzlich klingt das Telefon und Sie sind für ein Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach der gründlichen Vorbereitung wartet noch das schwierigste Teil der Bewerbung auf Sie. Wie sollen Sie sich beim Interview benehmen? Welche Fragen werden vorkommen? Wie sollen Sie ziemend sitzen? Bei Vorstellungsgesprächen sitzt die Angst mit am Tisch.

Das Verhalten

Wenn Sie bei der Firma ankommen, sollten Sie selbstbewusst anklopfen, so dass Sie gehört werden sein. Falls die Hand entgegengestreckt wird, sollten Sie mit einem kräftigen Händedruck reagieren. Sie dürfen erst nach der Aufforderung hinsetzen. Es ist wichtig, den Namen des Gesprächspartners einprägen und im Gespräch gelegentlich einbringen. Falls der Name anfangs nicht verstanden wird, sollen Sie sofort nachfragen. Inzwischen können Sie ohne Zögern ein angebotenes (alkoholfreies!) Getränk, z.B. Kaffee oder Wasser annehmen.

Im Gespräch sollen Sie aktiv zuhören und deutlich über 50% selbst reden. Schließlich ist es ein Vorstellungsgespräch, der Arbeitgeber möchte etwas über Sie erfahren. Manche Personalchefs reden eben gern, dann müssen Sie aufmerksam zuhören. Wenn etwas unverständlich ist, fragen Sie höflich nach. Das ist besser, als mit verunsichertem Blick dazusitzen.
Selbstbewusstsein strahlen Sie auch dadurch aus, dass Sie Blickkontakt halten. Weiterhin sollten   Sie auf das Sprechtempo achten, weder zu langsam, noch zu schnell.

Körperhaltung

Verständlich, dass viele beim Interview nervös werden, denn dieses Gespräch entscheidet vielleicht über die nächste Zukunft. Sie dürfen aber nicht vergessen, auf die eigene Körpersprache zu achten. Es kann zwar ein bisschen unbequem sein, nehmen Sie beim Gespräch am besten eine Sitzhaltung ein, die dem Gegenüber entspricht. Menschen, die sich sympathisch sind, nehmen oft dieselbe „gespiegelte“ Körperhaltung ein. Es bewahrt Sie auch davor, auf der Stuhlkante zu hocken oder aus Nervosität mit den Füßen zu scharren, mit den Haaren zu spielen oder sich am Ohrläppchen zu zupfen. Sie sollten die Arme nicht verschränken oder Barrieren aus Kaffeetassen, Schreibblock oder anderem aufbauen. Beides wirkt abwehrend. Sie sollten entspannt, aber nicht breitbeinig dasitzen, ohne die Beine übereinander zu schlagen. Besser beide Fußsohlen fest auf den Boden stellen und auf der gesamten Sitzfläche sitzen. Die Hände sollten Sie auch ruhig halten. Aber wenn sie unbedingt bewegt werden müssen, machen Sie Notizen.

Auf Bewerbisch sprechen

Wer beim Vorstellungsgespräch gut aussehen will, sollte die Sprache der Personaler beherrschen. Sie nennt man Bewerbisch oder Corporate Speak. Das heißt, dass Sie Ihre Gedanken direkt in den Corporate Speak übersetzen sollen. Nehmen wir als Beispiel die Frage: Wären Sie bereit umzuziehen?“ Der Personaler möchte damit wissen, ob man sein gesamtes Umfeld für den Job aufgeben würde. Was man gerne sagen würde: Nein, ich werde täglich pendeln. Ich fahre gerne Auto.“ Dagegen möchte aber der Personaler hören: „Kein Problem, ich bin flexibel.“

Zwar haben Sie sich auf die häufig vorkommende Fragen vorbereitet, sollen Sie darauf achten, dass Sie selbstbewusst, freundlich und authentisch antworten. Bei der Beantwortung einer Frage denken Sie immer daran: Geschulte Gesprächspartner (z.B. in der künftigen Fachabteilung) interessiert sich nicht nur für die inhaltliche Aussage in Ihren Antworten. Sowohl die Form und die Reaktion auf diese Frage, als auch äußere Zeichen wie Mimik, Gestik, Blick und Haltung werden bemerkt. Zögern, Ausweichen und sogar das Ungesagte werden auch registriert.



Jedoch sind die Kriterien der Personaler simpel: Der Auftritt des Bewerbers muss zum Unternehmen passen. Im Jobinterview sind die Fragen am wichtigsten, jede Frage hat einen Hintergrund. Echt und locker sein klingt also nur im ersten Augenblick überzeugend. 

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