Montag, 17. August 2015

Fehlende Berufserfahrung – kein unüberwindbares Hindernis

Berufsanfänger kennen das Problem nur zu gut – die Ausbildung haben sie erfolgreich hinter sich, das Diplom in der Tasche und trotzdem findet sich kein passender Job. Eine bestimmte Anforderung taucht dabei sehr oft in den Anzeigen auf: „mindestens x Jahre Berufserfahrung“. Wir können beruhigen: erstens beziehen sich Stellenanzeigen auf den idealen Kandidaten und zweitens können Sie den potentiellen Arbeitgeber immer noch mit dem Lebenslauf überzeugen. Und mit etwas Vorplanung können Sie dieses Handicap leicht gänzlich vermeiden!



Wenn es darum geht, nach der Ausbildung oder dem Studium die erste Anstellung zu finden, gehen die jungen Berufsanwärter voller Elan an den Bewerbungsprozess heran. Stellenanzeigen durchforsten ist angesagt! Sie sind zuversichtlich, dass Sie mit ihrem guten Abschluss alle potentiellen Arbeitgeber überzeugen können. Doch schon bald folgt die Ernüchterung: sehr oft ist in den Anzeigen von Berufserfahrung die Rede. Doch woher Erfahrung, wenn man ganz am Anfang seiner Karriere steht?

Wir können nur raten: Ruhig Blut – und die Anzeigen aufmerksam lesen! Selbstverständlich sollten
nur solche Stellen angepeilt werden, die dem eigenen Profil entsprechen. Als zweiten Schritt heißt es, ganz genau auf die Formulierung der Anzeige zu achten. Meistens wird die Berufserfahrung nicht unter den Must-Have-Kriterien gelistet, sondern als Vorteil hervorgehoben. Das ist einleuchtend, wenn man bedenkt, dass Unternehmen in Anzeigen immer den idealen Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle beschreiben, bzw. suchen. Natürlich ist es da von Vorteil, wenn der Bewerber schon Erfahrung in einer ähnlichen Stelle hat. Der ideale Kandidat ist aber, wie vieles andere im Leben auch, nur ein Ideal, was wiederum heißt, dass es da durchaus noch Spielraum für den Kandidaten gibt.

Wenn Sie sich in dieser Lage wiedererkennen, dann weisen Sie am besten im Motivationsschreiben und im Lebenslauf auf Ihre sonstige relevante Erfahrung hin. Dabei darf alles verwendet werden: vielleicht haben Sie sich ehrenamtlich in einem Verein eingebracht, haben im elterlichen Betrieb ausgeholfen, Ferienjobs gemacht, Auslandsaufenthalte während des Studiums absolviert, für die Stellenausschreibung relevante Studienprojekte durchgeführt. Wichtig ist, dass Sie immer einen logischen Zusammenhang zwischen Ihren Erfahrungen und den Anforderungen des Arbeitgebers herstellen. Anders ist es, wenn die Berufserfahrung unter den Ausschlusskriterien geführt wird. Diese gelten vor allem für leitende Positionen. In diesem Fall ist die Lage eindeutig, jedoch sind diese Stellen, realistisch betrachtet, auch nicht für Berufsanfänger gedacht.

Ganz Schlaue denken schon spätestens im letzten Jahr ihrer Ausbildung oder ihres Studiums daran, sich optimal auf die Jobsuche danach vorzubereiten. Praktika sind eine gute Gelegenheit dazu, erste praktische Berufserfahrungen zu sammeln, aber auch Teilzeitstellen können neben dem Studium sowohl für eine Aufbesserung des studentischen Budgets, als auch für das berufliche Vorwärtskommen sorgen. Während dieser Zeit lassen sich sehr gute Kontakte knüpfen, die den Einstieg ins Berufsleben erheblich erleichtern können.

Kommentare:

  1. Gute Tipps, machen Mut, wenn ich schon fast verzweifle mit meinen Bewerbungen...

    AntwortenLöschen
  2. Bei ein paar Vorstellungsgesprächen ist durchaus direkt bzw indirekt darauf hingewiesen worden, dass nur erfahrenes Personal gesucht wird.

    Sonderbar ist jedoch, dass ich bereits deutlich mehr Gespräche hatte als jemals zuvor .

    Vielleicht klappt es ja doch noch...

    AntwortenLöschen