Montag, 12. Oktober 2015

Jobwechsel - Wie oft ist oft genug?

Jahrelang im selben Unternehmen tätig zu sein und mit jeder Beförderung neue Aufgaben und mehr Verantwortung übernehmen – das zeugt von Durchhaltevermögen, Loyalität und Disziplin im Berufsleben. Gilt aber umgekehrt jeder, der öfter seinen Job wechselt, gleich als unseriös? Wenn Sie auch gerade ihren Lebenslauf begutachten und nicht sicher sind, ob Ihr Berufsweg zu viele oder zu wenige Stationen aufweist, dann haben wir ein paar Anhaltspunkte für Sie!




Wie immer im Leben, gilt auch in diesem Fall die Regel: bitte nicht übertreiben, also nicht alle paar Monate den Job wechseln. Allerdings heißt „übertreiben“, je nach dem Stand der Berufslaufbahn, jeweils etwas anderes. Am Anfang der Karriere – darunter verstehen Personaler die Zeitspanne zwischen Anfang/ Mitte Zwanzig und Dreißig – ist es noch Gang und Gäbe und dadurch auch problemlos akzeptabel, dass die Berufsanfänger am Ende ihrer Ausbildung noch auf der Suche nach dem für sie am besten geeigneten Job sind. In dieser Zeit werden Lebensläufe immer griffbereit gehalten, denn die nächste Karrierechance könnte hinter jeder Ecke lauern. Danach erwarten Personaler im Bewerbungsgespräch sehr gute Gründe für den gewünschten Jobwechsel.

Als Faustregel für die Mindestdauer eines Jobs, können Sie von drei Jahren ausgehen. Die Erklärung ist ganz einfach: in der Regel nehmen große Projekte diesen Zeitraum ein, wobei ein Jahr für die Einarbeitung veranschlagt wird, eines um das Projekt umzusetzen und ein weiteres, damit Sie bleibende Spuren im Unternehmen hinterlassen können. Nach dieser Zeitspanne und den dazugehörigen Leistungen, können Sie dann in einem eventuellen Bewerbungsgespräch sehr gut argumentieren, warum Sie auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie für die Karriere alle drei Jahre den Job wechseln müssen, denn in den meisten Fällen tun sich ohnehin neue berufliche Chancen im eigenen Unternehmen auf, zumeist durch Beförderungen, aber auch durch die Zuweisung ganz anderer Aufgaben.

Sollten Sie also überlegen, einen neuen Job zu suchen, weil Sie in dem jetzigen unzufrieden sind, können wir nur raten, nichts zu überstürzen. Überlegen Sie erst einmal genau, was Sie an der jetzigen Lage stört, sonst laufen Sie Gefahr, mit dem nächsten Job genauso schnell wieder genauso unzufrieden zu sein. Sind sie schon jahrelanger Mitarbeiter, lohnt es sich auf jeden Fall, mit Ihren Vorgesetzten zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden, die Ihren Interessen und Fähigkeiten besser entspricht. Das wäre letztendlich die ideale Lösung für beide Seiten: eine neue Stelle im selben Unternehmen!

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