Mittwoch, 27. Januar 2016

Lücken im Lebenslauf erklären

Es ist ein weitverbreitetes Problem – die Stellenanzeige ist gefunden, die Unterlagen werden gerade zusammengestellt und dann das: im Lebenslauf klafft eine unschöne Lücke. Es hat doch länger gedauert als angenommen, die neue Stelle zu finden… oder war da nicht dieses Semester oder sogar ganze Jahr zwischen dem ersten und dem zweiten Studium? Wir wollen Ihnen gar nicht unterstellen, dass diese ungewollte Pause nicht einen triftigen Grund gehabt hätte. Lieber geben wir Ihnen Tipps, wie Sie diese diplomatisch kaschieren können!


Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren dahingehend verändert, dass befristete Jobs keine Seltenheit sind. Außerdem können sich heutige Angestellte zum Großteil nicht mehr vorstellen, bis ins Pensionsalter im selben Job zu bleiben, sondern suchen sich gezielt neue Herausforderungen. Die Arbeitsplätze selbst bieten auch nicht mehr die Sicherheit von früher und es kommt, aus wirtschaftlichen Gründen, öfter zu Entlassungen. Und dadurch kommt es im Leben eines Arbeitnehmers eben öfter vor, sozusagen zwischen zwei Jobs zu stehen. Welche auch immer die Gründe für sie sein mögen, im Rahmen der Bewerbung bei einem potentiellen Arbeitgeber es gilt es, diese „Pausen“ diplomatisch zu erklären.

Sie müssen auf jeden Fall bei der Wahrheit bleiben, denn Lügen bringt nichts und kann Sie außerdem in Schwierigkeiten bringen. Mit ein bisschen Kreativität ist das aber gar nicht schwer. Stehen Sie noch am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn, kurz nach der Ausbildung, dann fallen diese Lücken nicht so negativ auf, doch die Zeit bis zu einem Job können Sie dann am besten mit einem Praktikum überbrücken. Stehen Sie dagegen eigentlich schon mitten im Berufsleben, können Sie sich schon auf Fragen gefasst machen, wenn Sie mehr als 2-3 Monate auf Arbeitssuche waren. In diesem Fall ist es eine gute Idee, die Zeit für eine Weiterbildung zu nutzen, die Ihnen dann im Idealfall neue Qualifikationen bietet und auch die Lücke im Lebenslauf schließt. Sollte die Arbeitssuche noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, können Sie sich für die Zeit auch selbständig machen. In diesem Fall geht es weniger um Ihren Erfolg als Selbständiger, obwohl so einige auf diese Weise unverhofft eine neue Karriere gefunden haben, sondern darum, dass Sie dem potentiellen Arbeitgeber Ihr Durchhaltevermögen und Ihre Arbeitsmotivation beweisen. Im Gespräch und in Ihren Unterlagen sollten Sie jedenfalls das Wort „arbeitslos“ vermeiden und eher von „beruflicher Neuorientierung“ reden. Elternzeit oder Sabbatical erklären sich von selbst.


Grundsätzlich heißt es, souverän zu den Lücken im eigenen Lebenslauf zu stehen. Und nicht außer Acht lassen, dass in manchen Branchen, vor allem in der aufstrebenden Start-Up-Szene, Quereinsteiger gerne gesehen werden.

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