Montag, 18. April 2016

In welcher Phase des Job-Lebenszyklus sind Sie?

Es passiert immer wieder, dass Arbeitnehmer derart gefrustet sind in ihrem Job, dass Sie keinen anderen Ausweg als die Kündigung und den Neuanfang an einem neuen Arbeitsplatz sehen. Die besonders schlauen unter ihnen sind sich dessen bewusst, dass auch der beste Job ab einem gewissen Zeitpunkt zur Routine wird. Dann sehen sie sich nach neuen beruflichen Herausforderungen um und werden in der Regel schnell fündig. Ihr Geheimnis? Sie wissen, in welcher Phase ihres Job-Lebenszyklus sie sich befinden. Das können Sie jetzt auch und das Wissen zum Planen Ihrer Karriere nutzen!



Laut Personalberater Jörg Stegemann kann der Lebenszyklus eines jeden Jobs in insgesamt sieben Phasen eingeteilt werden:

Phase 1 – Die ersten Tage und Wochen im neuen Job: neue Aufgaben, neue Kollegen, neue Vorgesetzte, neues Unternehmen. Alles ist entscheidend besser als am alten Arbeitsplatz.

Phase 2 – Sechs bis zehn Wochen nach dem Einstieg in den neuen Job setzt eine erste Ernüchterung ein. Die Schwachstellen im neuen Unternehmen werden sichtbar und der Arbeitnehmer merkt, dass im alten Job nicht alles schlechter als im neuen war.

Phase 3 – Ab einem Jahr im neuen Job hat sich der neue Mitarbeiter voll in das neue Unternehmen integriert, während sich seine Leistungen stetig steigern.

Phase 4 – Zwei bis drei Jahre seit der Anstellung sind vergangen und der ehemals neue Mitarbeiter liefert solide Resultate. Er beherrscht die meisten Aspekte seines Jobs und genießt das Vertrauen seiner Vorgesetzten.

Phase 5 – Nach drei bis fünf Jahren erreicht der Mitarbeiter sein Bestniveau. Er ist bestens sowohl im eigenen Unternehmen, als auch extern vernetzt.

Phase 6 – Die Motivation lässt spürbar nach, erste Zweifel an der Unternehmensstrategie werden laut. Ein ungutes Gefühl setzt ein und der Arbeitnehmer denkt zum ersten Mal über einen Jobwechsel nach.

Phase 7 – Der Tiefpunkt der Motivation ist erreicht, der Chef wird schlecht geredet, es gibt Streitigkeiten mit Kollegen.


Es gilt also: selbst der beste Job kann mit der Zeit unglücklich machen. Sind Sie sich dessen nicht bewusst, ist es möglicherweise zu spät, um im Anschluss schnell einen weiteren gleichwertigen oder besseren Job zu bekommen. Unmotiviert und gefrustet haben Sie deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, als in der Phase Ihres Bestniveaus. Sollte also Ihr jetziger Job nicht der sein, aus dem Sie in Pension gehen wollen, dann warten Sie nicht zu lange mit dem Umstieg. 

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